Wirtschaftsspieler: Pokern ohne Ende?

Outline:

Politik und Wirtschaftspolitik großer Konzerne + andere Mitspieler (Kirchen, Datenschützer…) sitzen am Pokertisch der Gewinne der eigenen Interessen in Aussicht stellt.

Die tatsächlichen Karten der Spieler sieht man nicht klar – der Moment der Wahrheit ist im Poker das Aufdecken der Blätter bzw. die Aufgabe der anderen Spieler (bei fehlender Einsicht in die “wahren Karten”) ..

These: durch das Pokerspiel der Beteiligten sind derzeitige Äußerungen der Finanzkrise zu hinterfragen…

Kommunikation: Sichten unterscheiden…

Wahrheit im vollem Umfang

geschicktes Verschweigen und Verstecken

(Liechtenstein… Bank-Bilanzen …)

Bluffen I: Anmaßen von fremden Erfolgen

Bluffen II: Schlechte Zustände auf andere Schieben (falls Verschweigen nicht mehr klappt)

Vergessliche Reporter: Salamitaktik statt Hosen runterlassen…

Der kleine Unterschied ist ein bedeutender Unterschied!

Nun könnte man argumentieren, dass Firmen Bilanzen und Regierungen Weiß- und Schwarzbücher haben … die Karten also sinngemäß schon lange auf dem Tisch liegen.

Was wir wissen macht uns oft nicht klüger bzgl. der wahren Möglichkeiten politischer und sozialer Änderungen.

Viele Auswirkungen und verdeckte Potentiale müssen selbst von den Akteuren nur geraten, also prognostiziert werden… Finanzkrise…

Redakteure mit Gedächtnis- oder Gewissensproblemen

Selbst bei freien und unabhängigen Redaktionen, die über die Finanzkrise berichten, ist Zeit = Geld und so frei kann z.B. ein Tiermagazin nicht sein, wenn die schlechte Qualität von Tierfutter nicht kritisiert werden kann, weil eben diese Hersteller auch Hauptinserenten der betreffenden Zeitschriften sind. Medien haben eine große Verantwortung bei der Übermittlung von Informationen, die unsere Zukunft betreffen. Allwissend sind sie nicht, eine subjektive Grundüberzeugung, nach denen sie Informationen filtern und aufbereiten haben alle. Solange sie dieser Überzeugung treu bleiben, können wir Journale wie Stern, Spiegel und Fokus gut einschätzen. Sollten sie aber in Zeiten großer Ahnungslosigkeit und fehlgeschlagener Prognosen mit niedrigem Profil nur Äußerungen der großen Spieler unkommentiert veröffentlichen, würde sich der Blick auf die wahren Karten wieder vernebeln und die Bluffs einiger Pokerspieler für Wahrheit gehalten.

Fazit

Der Macht- und Geldpoker in der Aufbruchstimmung vieler Globalisierungsgläubiger ist im Begriff durch einen Subventions- und Polemikpoker in Zeiten der Finanzkrise abgelöst zu werden. Umso wichtiger ist es, den Blick zurück nicht zu verlieren und hiermit ein sehr nüchternes und reales Bild der Karten der Big Player zu erhalten. Die Gesamtwirtschaft ist ein gnadenloser Croupier am Spieltisch der Entscheider, die heute gigantische Umverteilungen und Neue Regeln in die Wege leiten. Bereits 1995 thematisierte Günter Ogger mit dem Buch “Nieten in Nadelstreifen” eine Entfremdung inkompetenter Manager von Firmen- und Belegschaftsinteressen. Bleibt zu hoffen, dass “Politiker in Nadelstreifen” sich nicht mit Konjukturprogrammen verzocken, weil sie sich von volkswirtschaftliche Interessen der Bürger bereits entfremdet haben.

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